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Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Forschung

Power2EMC

Aktive Gatetreiberkonzepte mit aktiver EMV-Unterdrückung

Die rasante Entwicklung und der zunehmende Einsatz von Elektrofahrzeugen stellen die Automobilindustrie vor neue technische Herausforderungen. Eine der wichtigsten Anforderungen in diesem Zusammenhang ist die effiziente und sichere Auslegung der elektrischen Antriebssysteme. Diese Systeme sind komplex und bestehen aus einer Vielzahl von Komponenten, die präzise zusammenarbeiten müssen, um eine optimale Leistung zu erzielen. Ein kritischer Aspekt in diesem Zusammenhang ist die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). EMV bezieht sich auf die Fähigkeit eines elektrischen Geräts oder Systems, in seiner elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu funktionieren, ohne diese Umgebung über ein akzeptables Maß hinaus zu stören. Dies ist besonders wichtig bei Elektrofahrzeugen, die eine hohe Dichte an elektronischen Komponenten aufweisen und auf engstem Raum betrieben werden müssen.

Ein spezifisches Problem in diesem Zusammenhang ist der große Bauraum, der von passiven elektrischen Komponenten eingenommen wird. Diese Komponenten sind notwendig, um die strengen Filteranforderungen zu erfüllen, die zur Einhaltung der EMV-Konformität erforderlich sind. Der Platzbedarf dieser Komponenten stellt jedoch ein erhebliches Hindernis dar, da er die Designflexibilität einschränkt und das Gesamtgewicht des Fahrzeugs erhöht. Um dieses Problem zu lösen, wird in diesem Projekt die Entwicklung eines aktiven Gate-Treibers vorgeschlagen. Ziel dieses Gatetreibers ist es, den Schaltvorgang EMV-technisch zu optimieren und damit den Bedarf an großen passiven Bauelementen zu reduzieren.

Darüber hinaus sollen die EMV-Eigenschaften durch eine geschickte logische Ansteuerung weiter verbessert werden. Die Idee besteht darin, gezielt Gegenimpulse zu erzeugen, die elektromagnetische Störungen im Moment ihrer Entstehung neutralisieren. Dieser Ansatz verspricht eine deutliche Verbesserung des EMV-Verhaltens von Elektrofahrzeugen, da der zur Verfügung stehende Bauraum effizienter genutzt und gleichzeitig das Gesamtgewicht reduziert werden kann. Durch die Integration eines solchen Systems könnten Elektrofahrzeuge nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch leistungsfähiger und kostengünstiger werden.

  • Schaltvorgänge genau messen
  • Integration neuer Gatetreiberkonzepte

Dieses Projekt wird vom BMWK unter dem Förderkennzeichen 19l23005G gefördert.

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